o 29.12.11 Alptraum Versicherungen ...die nicht zahlen !

Hier zwei  Fälle:      Zitat: 

Albtraum Versicherung   (   28.12.2011 23.30 UHR  einsExtra)

Aus der Reihe "45Min"

Sonntag, 01.01.2012 ǀ10:03 - 10:47 Uhr(44 Min.)

Statistisch gesehen ist jeder Einwohner Deutschlands, vom Baby bis zum Greis, mit acht Versicherungspolicen ausgestattet. Das spült jährlich rund 171 Milliarden Euro in die Kassen der Versicherungsunternehmen.
Jede Familie gibt durchschnittlich 3.800 Euro pro Jahr für private Versicherungen aus. Aber: falsche Beratung, mangelnde Aufklärung, Wertverlust von Lebensversicherungen, endlose Prozesse - in vielen Fällen werden Versicherte um ihr Geld gebracht. Werden Menschen von den Versicherungen betrogen?
Gottwald T. ist insolvent, seine Frau Susanne musste die eidesstattliche Erklärung abgeben. Hintergrund: Silvester 2006 wurde ihre Wohnung durch einen Brand in dem Mehrfamilienhaus stark in Mitleidenschaft gezogen. Aber die Generali Haftpflichtversicherung des Brandverursachers weigert sich bis heute, ausreichende Entschädigungen zu zahlen.

 

Hermann B. ist seit sechs Jahren berufsunfähig. Die gesetzliche Rentenversicherung erkennt seine Behinderung seit Jahren an und zahlt eine kleine Rente.

Die Nürnberger Versicherung, bei der der Schwimmbadbauer B. eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte, verweigert die Anerkennung und zahlt nicht.
Zwei von vielen Fällen, in denen Versicherungen Zahlungen so lange hinauszögern, bis die Versicherungsnehmer ruiniert sind. Hermann B. hat vor vier Jahren Klage eingereicht, bis heute ist kein Urteil durch das Gericht gefällt. Immer werden weitere Gutachten angefordert, wieder angezweifelt, neue Gutachten erstellt. Das dauert Jahre. Und der Schwimmbadbauer versucht verzweifelt, zu überleben. Auch die Familie T. erwägt jetzt, nach fünf Jahren Überlebenskampf, Klage gegen die Generali Versicherung einzureichen. Damit aber ist klar: Das Verfahren wird sich noch viele weitere Jahre hinziehen.
Die Strategie von Versicherungen, Prozesse so lange wie möglich hinauszuzögern, ist legal. Der Ombudsmann der Versicherungswirtschaft, Prof. Dr. Günter Hirsch, fordert eine gesetzliche Regelung, um Verfahren im Sinne der Verbraucher abkürzen zu können. Doch Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, weicht aus.
'45 Min' erzählt am Beispiel von zwei Fällen, wie Familien nicht nur verzweifeln, sondern auch in den Ruin getrieben werden.

Die Versicherungen selbst verweigern jede Stellungnahme und lassen ihre Kunden am langen Arm verhungern. Die Reportage dokumentiert den verzweifelten Kampf von Versicherten um ihr Recht. 

Zitat  Ende 

 

Kommentar E. Stopp: 

Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, daß  ich zu diesen  Gesellschaften keine  Vertragsbeziehungen habe und  auch keine Produkte an diese  Gesellschaften vermittle.

Es zeigt sich, wie sehr der  einzelne Kunde im Nachteil gegenüber den  Versicherungsgesellschaften ist und wie  auch hier der Gesetzgeber  den Bürger im Stich lässt mit seinen  Sorgen und den berechtigten Ansprüchen.   Der Gesetzgeber schafft die  Voraussetzungen, daß Versicherungen so ungestraft  riesige Gewinne einfahren können, aber im Schadenfall den  Versicherten  hängen lassen und  im die Leistung verweigern.

Die Wahl des Versicherers ist deshalb  auch besonders wichtig für den Kunden!  Die Vorauswahl  treffe ich in  Kenntnis solcher  Fälle. Der Kreis der  seriösen Gesellschaften wird aber immer kleiner.     Die neoliberale  Politik treibt aber immer mehr Bürger  durch Privatisierung der Vorsorge  in die  Hände der  Versicherungsgesellschaften, um sie dann im Leistungs-und  Schadenfall den  Gerichten und den  Anwälten zu überlassen.

Hier besteht  dringender Handlungsbedarf für den Gesetzgeber, wie schon Herr  Prof. Dr. Hirsch im Beitrag  richtig bemerkte.

 

 

 
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