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Financial Times 25.01.2012 Zitat: Wachwechsel bei der Finanzaufsicht: Scheidender BaFin-Chef zieht ernüchternde Bilanz
Die Aufsicht hat es bisher nicht geschafft, der Finanzbranche Herr zu werden, beklagt Jochen Sanio bei der Amtsübergabe an seine Nachfolgerin Elke König. Sie kündigte an, die Arbeitsweise bei der BaFin umkrempeln zu wollen.
Die Bankenaufsicht hat die Finanzbranche nach Ansicht des scheidenden BaFin-Chefs Jochen Sanio noch längst nicht im Griff. "Meine Schlussbilanz fällt mehr als ernüchternd aus", sagte Sanio am Dienstag in Frankfurt bei einem Festakt zur Amtsübergabe an seine Nachfolgerin Elke König. In seinen 37 Jahren als Aufseher habe sich die Branche zu einem hoch komplexen Gebilde entwickelt, das sich nicht mehr beherrschen habe lassen. Nach der Finanzkrise 2008 sei eine Chance verpasst worden. "Bis heute hat der Rückbau des weltweiten Finanzsystems nicht stattgefunden", mahnte der 64-Jährige. Die Strukturen seien nicht angetastet worden.
Sanio war der erste Chef der vereinigten Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in der 2002 die Behörden für die Überwachung von Banken, Versicherungen und Börsen aufgegangen waren. Das "Urgestein der deutschen Finanzaufsicht", wie ihn der Personalrat zum Abschied titulierte, hatte seit 1974 für die Vorgänger-Behörde BAKred gearbeitet. Seit Jahresbeginn leitet König die BaFin. Sie hatte zuvor für das internationale Gremium IASB gearbeitet, das die weltweiten Bilanzierungsregeln festlegt. Zuvor war die Betriebswirtin Finanzchefin der Hannover Rück . "Möge Fortuna ihnen hold sein - wir haben da noch einiges gut", rief Sanio seiner Nachfolgerin zu. .... Zitat Ende
Dazu passend dieser Kommentar im Bundestag, 26 . 01. 2012 :
Zitat :
“Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden”, sagte Sahra Wagenknecht heute Vormittag im Deutschen Bundestag. Um einzelnen Protesten aus dem Plenum gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, fügte sie umgehend an:
Quelle Bundestag , Sprecher , S Wagenknecht !!
Sahra Wagenknecht hat es erneut geschafft, in der Debatte um neuerliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarktes, die Widersprüchlichkeit auf den Punkt zu bringen. Milliarden werden für Banken zur Verfügung gestellt und auf der anderen Seite bei den Menschen und der Infrastruktur gekürzt.
Laut einer Schätzung von Peer Steinbrück hätte die Deutsche Bank beispielsweise 30 Mrd. Euro abschreiben müssen, wenn ihr nicht die Staaten mit ihren Rettungsmaßnahmen (IKB, HRE, AIG) unter die Arme gegriffen hätten. Das Beispiel Commerzbank, bei der der Bund mit 18 Mrd. einstieg, auf Stimmrecht und Zinsen aber verzichtete, sei ein Beleg für die Harakiri-Politik der Bundesregierung. Die Commerzbank schreibe nämlich schon längst wieder Gewinne, Zinsen für die stille Einlage des Bundes zahle sie aber noch immer nicht. Eine abenteuerliche Konstruktion, meint Wagenknecht, mit der dem Bund mindestens 2 Mrd. Euro an zusätzlichen Einnahmen verloren gingen.
Zum Schluss verwies Wagenknecht darauf, dass eine Behörde wie der Verfassungsschutz durchaus etwas zu tun hätte. Der könne sich nämlich um Leute kümmern, die zum Zwecke der Bankenrettung das Budgetrecht des Parlaments einschränken oder umgehen wollen oder um die, die der Meinung seien, dass parlamentarische Prozesse eigentlich nur stören, wenn sie denn die Märkte beunruhigen.
Im Anschluss an Sahra Wagenknechts Äußerungen konnte sich der Bundesminister der Finanzen, Wolfgang Schäuble, die Feststellung nicht verkneifen, dass sie wohl die Überwachung anderer Parlamentarier durch den Verfassungsschutz wünsche. Im Übrigen blieb der Finanzminister auch auf Nachfrage die Zahlen schuldig, die der Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin bereits durch die Bankenrettung verloren hat. Die stünden abschließend noch nicht fest, hieß es von Schäuble lapidar, der nach eigener Aussage eine unnötige Verunsicherung vermeiden wolle. Vertreter von SPD und Grünen gaben jedenfalls an, die Zahlen öffentlich nicht nennen zu dürfen. Das spricht Bände.
Zitat Ende
Aber natürlich kann das alles nicht stimmen, denn es kommt ja von " Links "
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